Mit der Erforschung der pflanzlichen Cannabinoide entdeckte man das Endocannabinoid-System im menschlichen Körper. Dabei handelt es sich um ein Subsystem des Nervensystems, das unter anderem Schmerzen reguliert, das Erinnerungs- vermögen steuert und das Immunsystem kontrolliert. In diesem System wirken körpereigene Substanzen, die sogenannten Endocannabinoide, u.a. auf die Rezeptoren CB1 und CB2 ein und lösen damit verschiedene Signalwege aus. Es gibt so gut wie kein Organsystem, in dem Endocannabinoide keine Rolle spielen.

CBD ist nicht psychoaktiv, d. h. es verur- sacht keine psychischen Wirkungen. Statt- dessen hat es verschiedene, medizinisch erwünschte Eigenschaften und verursacht selbst hochdosiert keine relevanten Neben- wirkungen. Die Einnahme von CBD gilt als ausgesprochen sicher.

Auswahl der bedeutendsten, bislang erforschten Wirkungsmechanismen von CBD:

  • CBD stimuliert wie Capsaicin den Vanilloid-Rezeptor Typ1. Diese Stimulierung könnte zu einer schmerzhemmenden Wirkung beitragen.
  • CBD bindet an den Nucleosid-Transporter-1 und verstärkt den Adenosin-Signal- weg, wodurch es die vermehrte Neurotransmitter-Ausschüttung (Noradrenalin, Adrenalin) harmonisiert. Im Tierversuch wurde weiter durch CBD der Entzündungsparameter TNF-alpha reduziert
  • CBD bindet an den GPR55-Rezeptor, wodurch die entzündungshemmende Wirkung ergänzt wird
    Cannabinoide, einschließlich CBD, sind potente Radikalfänger und haben zell- schützende Eigenschaften
  • CBD ist ein wirkungsvolles Antioxidans (= Fänger freier Radikale). Es wurde gezeigt, dass CBD oxidative Schädigungen mindestens so gut verhindert wie Vitamin C oder Vitamin E.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass CBD nur schwach mit den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems interagiert. Seine Wirkung kommt vielmehr daher, dass es den Abbau der körpereigenen Endocanna- binoide hemmt. Mit der Einnahme von CBD kann also die Wirkung der körpereigenen Substanzen verlängert und verstärkt wer- den.