In den letzten 2 Jahren wird das Thema CBD immer populärer. Aber was genau ist CBD überhaupt?

Die Hanfpflanze wurde bereits vor 5000 Jahren medizinisch genutzt.

CBD ist die Abkürzung von Cannabidiol. Cannabidiol ist ein Cannabinoid der Hanfpflanze. In der Hanfpflanze kommen über 480 Bestandteile vor, die bekanntesten sind die Phytocannabinoide THC, THCa, CBD, CBDa, CBG, CBN. Das volle Spektrum der Hanfpflanze ist bis heute noch nicht vollständig erforscht da es die Illegalität bis jetzt nicht zugelassen hat. Seit 2015 gibt es einen Markt für Cannabis Produkte unter 1% in der Schweiz. Die Schweizer sind in diesem Sinn die Vorreiter die es ermöglicht haben, das Thema Cannabis in der Bevölkerung näher zu bringen.

CBD ist nicht psychoaktiv und fällt somit nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. In der gesamten EU sind CBD Produkte, je nach Deklaration, legal, solange der THC Gehalt unter 0,2% ist. THC Produkte dagegen sind bis auf Uruguay und Kanada illegal.

CBD werden einige heilende Eigenschaft zugesprochen. Die Forschung zu CBD dazu steckt leider noch in den Kinderschuhen und wird immer aktueller.

Die CBD Branche boomt, in vielen Ländern der Welt eröffnen CBD Stores, werden CBD Produkte hergestellt und Nutzhanf angebaut. Die EU hat einen Sortenkatalog in dem aktuell ca. 40 Hanfsorten gelistet sind, die in der EU angebaut werden dürfen weil sie weniger als 0,2% THC haben. Aus diesen Sorten werden CBD Öle, CBD Kapseln, CBD Sprays, Hanf Seile, CBD Kosmetik, Hanf Baumaterial etc. hergestellt. Auf die Herstellung gehe ich in einem anderen Blog genauer ein.

CBD verbindet sich mit den CB1 und CB2 Rezeptoren im Körper. Das Endocannabinode System im menschlichen Körper verarbeitet an den CB1 UND CB2 Rezeptoren das aufgenommen Cannabinoid und verarbeitet. Das Endocannabinoid System wird einem anderem Blog thematisiert.

Bildergebnis für cbd

Nutzhanf darf aufgrund des niedrigen THC-Gehaltes und hohen CBD Gehalts legal angebaut werden.  CBD kommt in höherer Konzentrationen im oberen Drittel der Hanfpflanze sowie vor allem in den Blüten vor. Die Pflanzenteile werden nach der Ernte extrahiert und/oder auch für Auszüge in Öl eingelegt. Durch ein schonendes hitzefreie Extraktionsverfahren bleibt das volle Pflanzenpektrum sowie alle Phytocannabinoide, ausgenommen THC, im Extrakt enthalten.

Wirkungsmechanismen von CBD

  • CBD stimuliert wie Capsaicin den Vanilloid-Rezeptor Typ1. Diese Stimulierung könnte zu einer schmerzhemmenden Wirkung beitragen. (Bisogno et al. 2001)
  • CBD bindet an den Nucleosid-Transporter-1 und verstärkt den Adenosin-Signalweg, wodurch es die vermehrte Neurotransmitter-Ausschüttung (Noradrenalin, Adrenalin) harmonisiert. Im Tierversuch wurde weiters durch CBD der Entzündungsparameter TNF-alpha reduziert (Malfait et al. 2000)
  • CBD bindet an den GPR55-Rezeptor, wodurch die entzündungshemmenden Wirkung ergänzt wird (Li et al. 2013)
  • Cannabinoide, einschließlich CBD, sind potente Radikalfänger und haben zellschützende Eigenschaften